havanna zigarren
Zigarren

Havanna Zigarren bzw. kubanische Zigarren

Zigarren aus Havanna gelten als die besten Zigarren der Welt. Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in die Welt der kubanischen Zigarren geben und die bekanntesten Zigarrenmarken aus Kuba kurz vorstellen. Ich beschränke mich dabei auf die bekanntesten Marken, werde aber regelmäßig weitere kubanische Zigarrenmarken veröffentlichen.

Warum sind Havanna Zigarren teuer?

Das ist eine Frage, die sich viele Zigarrenraucher stellen. Havanna Zigarren haben einen besonderen Flair. Sicher liegt es mitunter an der langen Zigarrentradition auf Kuba und an der Tatsache, daß die Premium Zigarren Marken ausschließlich per Hand gefertigt werden.

Die Fertigung einer Havanna Zigarre benötigt etwa 300 Arbeitsschritte. Das ist auch der Grund, warum handgemachte Zigarren eben nicht für 1,50 Euro zu haben sind. Für die guten Dinge des Lebens muß man einfach bereit sein ein wenig Geld auszugeben.

Was sollte man beim Rauchen einer Havanna Zigarre beachten?

Eine Zigarre - und das gilt ganz besonders für Havannas - raucht man nicht, sondern genießt sie. Nehmen Sie sich Zeit für eine Havanna! Das ist nicht nur so dahingesagt. Selbst bei den kleineren Formaten ist eine Rauchdauer von 30 Minuten keine Seltenheit. Bei den ganz großen Formaten können durchaus 2 Stunden verstreichen, bis sich die Zigarre dem Ende neigt.

Eine kubanische Zigarre ist also grundsätzlich nichts für ein schnelles Rauchvergnügen zwischendurch. Ich würde Ihnen empfehlen eine Cigarre nach einem guten Essen, einem guten Wein oder zu einem guten Whisky am Abend zu genießen. Noch schöner ist es, wenn Sie in Gesellschaft Ihre Cigarre rauchen können. So kann man gleich sein Geschmackserlebnis den anderen schildern und die wiederum geben ebenfalls Ihr Urteil über Ihre Zigarren ab.

Wie raucht man eine Zigarre richtig?

Auch diese Frage erhalte ich oft, weshalb ich hier kurz das richtige Rauchen einer Zigarre beschreibe.

1. Zigarre anschneiden
Das Anschneiden machen Sie mit einem sog. Zigarrenschneider. Eine schöne Auswahl an Zigarrenschneidern können Sie hier z.B. kaufen: Zigarrenschneider

Ich beschreibe das Anschneiden anhand eines sog. Flachschneiders. Das sind Zigarrenschneider mit 2 Messern, die Sie mit zwei Fingern zusammendrücken können. Nehmen Sie die Zigarre in die eine Hand und den Zigarrenschneider in die andere. Jetzt führen Sie das Mundstück (das verschlossene Ende der Zigarre) in den Zigarrenschneider ein. Achten Sie darauf, daß Sie die Zigarre nicht zu weit hineinführen.

Auf dem Mundstück sitzt ein Käppchen (la perilla), welches den maximalen Schnitt vorgibt. Das Käppchen wird als letztes auf das Mundstück angebracht und man sieht eine Linie dieses Tabakblättchens. Bleiben Sie immer ca. 2 mm von dieser Linie entfernt beim Schneiden. Andernfalls rollt sich das Deckblatt ab und Sie müssen es permanent festhalten, was sehr störend ist und das Rauchvergnügen stark dämpft.

Machen Sie den Schnitt so schnell und drücken Sie so kräftig wie möglich. So wird der Schnitt sehr sauber. Entfernen Sie mit den Fingern die restlichen Tabakbrösel vom Zigarrenkopf (Mundstück).

2. Entzünden Sie Ihre Zigarre
Sehr gut dafür sind Zigarrenstreichhölzer, Zigarrenfeuerzeuge und Zedernholzspäne. Was Sie dazu verwenden ist eigentlich egal. Wichtig bei Zigarrenstreichhölzern ist, daß Sie ca. 2-3 Sekunden nach dem Anzünden warten, bis der komplette Schwefel verbrannt ist.

Nehmen Sie Ihre Zigarre im 90 Grad Winkel zur Flamme und halten Sie diese vorsichtig in die Flamme und drehen Sie sie gleichzeitig solange bis die Oberfläche der Zigarre rundherum angezündet (schwarz) ist.

Nehmen Sie nun die Zigarre zwischen die Lippen, halten Sie die Flamme dicht an das Brandende der Zigarre und ziehen Sie Luft ein. Sie sollten die Flamme nicht zu nah an die Zigarre halten. Durch das einziehen der Luft, sollte die Flamme sich zur Zigarre bewegen und dann direkt Kontakt mit Ihr bekommen. Drehen Sie während dessen die Zigarre im Mund. Wenn Sie die Zigarre einmal gedreht haben, prüfen Sie ob das Brandende komplett glüht, indem Sie die Zigarre umdrehen und leicht auf das Brandende blasen.

Wenn alles geklappt hat, dann sehen Sie eine rundherum glühendes Ende. Wenn das nicht der Fall ist, wiederholen Sie den letzten Schritt so lange, bis die Zigarre wirklich rundherum glüht.

3. Das Rauchen einer Zigarre
Beim Rauchen ist es wichtig, daß Sie in regelmäßigen Abständen, ca 1-2 Minuten, immer wieder an der Zigarre ziehen. Tun Sie das nicht, dann geht die Zigarre aus. Die Asche wird nicht abgeschnippt, sondern bleibt solange auf der Zigarre, bis sie von selbst abfällt.

Wem das zu gefährlich ist, der kann, wenn die Aschen schon etwas länger geworden ist, die Zigarre ganz vorsichtig an der Aschenmulde etwas drehen, so daß etwas davon abfällt. Entfernen Sie aber nie komplett die Asche, da diese die Glut isoliert und länger am "Leben" erhält.

Sollte Ihre Zigarre ausgegangen sein dann keine Panik. Entfernen Sie die Asche davon oder schneiden Sie ein Stück vom Brandende ab. Die Asche isliert sehr gut und dadurch kann das Entzünden mit Asche sehr lange dauern. Führen Sie dann, wie im Schritt 2 beschrieben, das Anzünden der Zigarre wieder aus.

4. Das Ende der Zigarre
Hier machen gerade Anfänger oft den Fehler, die Zigarre einfach im Aschenbecher auszudrücken. Das ist nicht notwendig und außerdem sieht es sehr unfein aus. Wenn Sie die Zigarre nicht mehr rauchen wollen, dann lassen Sie sie einfach im Zigarrenaschenbecher stehen. Eine Zigarre geht automatisch aus, wenn Sie nicht alle paar Minuten daran ziehen.

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